Palermo


Als sizilianische Hauptstadt und fünftgrößte Gemeinde Italiens hinsichtlich der Bevölkerung, ist Palermo Schnittpunkt der Kulturen und Zivilisationen, die es im Laufe der Jahrhunderte erobert haben. Von den Phöniziern zwischen dem 7. und 6. Jahrhundert v. Chr. gegründet, folgten Römer, Griechen, Vandalen, Ostrogoten, Byzantiner, Sarazenen, Araber auf dem Gebiet von Palermo. Mit der Ankunft der Normannen im Jahr 1061 erreichte die Stadt eine Glanzzeit, die auf den Bau religiöser und ziviler Gebäude im arabisch-normannischen Stil zurückzuführen ist.

     

    Das arabisch-normannische Palermo steht seit 2015 auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Das von normannischen Hofbeamten bewohnte Viertel war das Albergheria, in dem sich heute der bekannteste Markt Ballarò von Palermo befindet, sowie die Jesus-Kirche (im Jahr 1590 erbaut) und der Palazzo dei Normanni (Normannenpalast), der sich im westlichen Ende des Viertels befindet. Der Normannenpalast aus dem neunten Jahrhundert ist der älteste Palast Europas, der sein heutiges Erscheinungsbild und seine prächtigen Mosaiken einer großen Rekonstruktion zur Normannenzeit verdankt. Im Inneren des Palastes, der heute Sitz der sizilianischen Regionalversammlung ist, befindet sich die Kappelle Palatina. Seit 1130 ist sie von Ruggero II. gewollte touristische Hauptattraktion der Stadt. Ein weiteres wichtiges Zeugnis des normannisch-arabischen Stils im Albergheria-Viertel ist die Kirche San Giovanni degli Eremiti, die von fünf Kuppeln überragt und von Zitrusgärten umgeben ist. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten der Stadt auf der Liste der Weltkulturerbe der UNESCO gehören die Kirche San Cataldo, die Kirche Santa Maria dell‘ Ammiraglio, die Admiralsbrücke und Zisa.
    Die Kathedrale der Heiligen Jungfrau Maria Assunta, bekannt als die Kathedrale von Palermo, deren Bau im Jahre 1184 begann, enthält die normannischen Königsgräber und Schätze. Es handelt sich um eine kleine Sammlung an heiligen Reliquien und Schmuck aus der normannischen Zeit, darunter ein Zahn und die Asche von Santa Rosalia. Der Kult der Heiligen, die nach katholischer Überlieferung 1624 Palermo vor der Pest gerettet hat, umfasst ganz Sizilien. Das Fest von Santa Rosalia animiert Palermo vom 11. bis 15. Juli: Von Ochsen wird ein Triumphwagen aus dem 17. Jahrhundert gezogen und von den Gläubigen in historischen Kostümen und mit Musik begleitet. Die Prozession, die vom Palazzo Reale entlang dem antiken Cassaro zum Meer führt, hält dann vor der Kathedrale und dem Quattro Canti (Platz), wo der Bürgermeister auf den Karren steigt, um der Heiligen als Geschenk einen Blumenkranz zu überreichen, unter Zurufen von „Viva Palermo (es lebe Palermo) und Santa Rosalia“. Am Abend des 14. beginnt das bis spät in die Nacht andauernde Feuerwerk. Die Feier endet am 15. mit dem feierlichen Reliquienzug.

    Der Multikulturalismus von Palermo spiegelt sich auch in der Küche wider, in der verschiedenes Gebäck Zutaten der arabischen Kultur wie Pistazien, Zimt und Mandelpaste enthält. Neben Gebäck, Cassate und Cannoli ist das „Straßenessen“ sehr bekannt: Arancina, Brot mit Milz, Brot und Panelle (Kichererbsen-Pfannkuchen), Brot und Crocché, der Sfincione und vieles mehr.

     

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    Cosa Vedere


    Kirche Santa Caterina d'Alesandria

    Kirche Santa Caterina d'Alesandria


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