Grande Anello


Die Gesamtstrecke verbindet alle Gemeinden des Bezirks und kann mit ihren 336 km als anspruchsvoll gelten. Sie enthält große Höhenunterschiede, wechselnden Untergrund wie Asphalt, Schotter und unebene Straßenabschnitte, wofür sich am besten ein gutes Mountainbike empfiehlt.
Unter landschaftlichen Aspekten teilt sich der Radwanderweg in vier Teile:
– von Monreale nach Casteldaccia führen ca. 45 km durch Stadtgebiet sowie an der Küste entlang und weisen
einen erheblichen Höhenunterschied zwischen Ciaculli und dem Eleuteriotal auf;
– von Casteldaccia nach Castronovo di Sicilia geht es durch ländlicheres Gebiet mit Äckern, Olivenhainen und Weideflächen vor
gebirgigem Panorama (ca. 90 km sowie insgesamt 2000 m Höhenunterschiede);
– von Castronovo bis zum Wald von Ficuzza (Bosco della Ficuzza) sind es ca. 70 km, mit mehr als 1500 m Höhenunterschieden und
Erhebungen von über 1000 m;
– das zentral-westlich gelegene Gebiet erstreckt sich von Campofiorito über Roccamena bis Monreale zwischen üppigen Hügeln
mit Äckern und Weingärten, hinter denen sich Bergkämme abzeichnen. Dieser Abschnitt umfasst 100 km mit Höhenunterschieden
von 2000 m.

Gestartet wird in der Nähe des Doms von Monreale, der sich an der Nordseite des ausgedehnten Oretotals befindet. Vom Fluss Oreto geht es abwärts über die Via dei Mulini, an deren Wegrand die Überreste alter Wassermühlen auftauchen, und weiter in Richtung der Gemeinde Aquino, zur Parco-Brücke und von hier nach Altofonte, dessen antiker Name auf ein Jagdgebiet der Normannen hinweist. Sobald der Oreto überquert ist, erscheinen auf der gegenüberliegenden Seite die Häuser und der Dom von Monreale, die sich an den Monte Caputo schmiegen. Auf dessen Gipfel hatte die alte normannische Burg „Castellaccio” eine Verteidigungsstellung im Tal inne.
In nördlicher Richtung trifft die Talsohle bei der Gemeinde San Ciro auf den Monte Grifone, und hier stößt auch die Maredolce-Quelle auf das Ufer des gleichnamigen Sees; der Palazzo Maredolce aus arabisch-normannischer Zeit geht auf sogar noch älteren Ursprung zurück. Die Straße an den Nordhängen des Grifone führt nun weiter Richtung Osten bis zur Landgemeinde Ciaculli, an der man noch die alte Bewirtschaftung mit Mandarinenhaine ablesen kann, die bis ins 20. Jahrhundert das Hinterland von Palermo prägte und ihm den Namen Conca d’Oro, goldenes Becken, eintrug. Danach geht es wieder bergan bis nach Portella Larga, von wo aus der Blick ungehindert über das Flusstal des Eleuterio schweift und wo ein Denkmal an Garibaldis Zug der Tausend erinnert. Bei der Kreuzung Coda di Volpe beginnt die Abfahrt ins Tal, zur rechten die Ruinen des Kastells von Misilmeri aus dem 14. Jahrhundert, das seinen Namen von dem arabischen Namen “Manzil el Emir” herleitet, was Gut des Emirs bedeutet. Über die Via Segretaria (Regia Trazzera 126) und ein Stück der alten Bahnstrecke Palermo-Corleone gelangt man über Pizzo Cannita, das bedeutende Funde aus vorromanischer Zeit aufweist, zu dem Ort Ficarazzi mit der Villa Giardina aus dem 18. Jahrhundert, deren eindrucksvoller Außentreppe und Resten eines Turms aus dem 15. Jahrhundert. Vom anderen Ufer des Fluss Eleuterio gelangt der Besucher nach Bagheria und sieht im Talinnern das elegante Aquädukt liegen, das im 15. Jahrhundert für die Bewässerung der Zuckerrohrplantagen bei Ficarazzi angelegt wurde. Der Weg geht weiter in die Ebene von Bagheria und Santa Flavia, hinter der sich der Monte Catalfano erhebt. Von den in der Höhe gelegenen Ruinen der alten hellenisch-romanischen Gründung Solunto reicht der Blick von der Küste über Termini bis Cefalù.
In beiden Ortschaften sind bis heute die schmucken Patriziervillen der Palermitaner Bürgerfamilien zu sehen, die diese sich ab dem 17. Jahrhundert errichten ließen und von denen etliche in den letzten Jahrzehnten restauriert wurden.Der Radweg führt auf der Küstenstraße weiter nach Casteldaccia, um von dort wiederum zu den Weideflächen, Äckern und Olivenhainen des hügeligen Landesinnere abzuschwenken. Nachdem man die Lehensgründung Bolognetta aus dem 17. Jahrhundert erreicht hat, deren alter Ortsname S. Maria dell’Ogliastro an die ursprüngliche Bepflanzung mit Ölbäumen erinnerte, radelt man in südlicher Richtung bis zu den arabischen Bädern von Cefalà weiter, über denen sich auf einer Bergspitze die Burg Cefalà Diana erhebt. Richtung Osten geht es nun nach Baucina, Ventimiglia di Sicilia und Ciminna, die von den Höhen der beiden Naturparks Pizzo di Cane und Pizzo di Trigna umschlossen sind. Von den Bergehöhenhat der Radwanderer freie Sicht auf die Flusstäler des Eleuterio und des Milicia im Westen sowie den Nebenfluss San Leonardo im Osten. Bei Serre di Ciminna fährt man talabwärts ins Azzirolotal. Dieser Nebenfluss mündet unterhalb
der mittelalterlichen Burg von Vicari in den San Leonardo. Richtung Osten geht es dann durch stark hügelige Landschaft in die Ortschaft Manganaro und von dort weiter bis zu der mittelalterlichen Gemeinde Roccapalumba.

     

    Nachdem das Tal des Flusses Torto in südlicher Richtung durchquert ist, erreicht man die Gegend der Monti Sicani und das Städtchen Castronovo mit seinen byzantinischen Ursprüngen, das von einer imposanten Befestigungsanlage überragt wird. Der Weg führt weiter in den Naturpark Monte Carcaci und in nördlicher Richtung durch das Marganatal, in dem man auf die gleichnamige Burg trifft, die sich in früherer Zeit im Besitz teutonischer Ritter befand. In Richtung Norden beginnt die Straße anzusteigen; man trifft zunächst auf Campofelice di Fitalia und dann auf Mezzojuso – das antike “Manzil Yusuf” (Hof von Giuseppe) aus arabischer Zeit. Von hier fällt die Straße wiederum zum Fluss Fiume Azzirolo ab, berührt Villafrati sowie Cefalà Diana und erreicht schließlich Godrano. Von der ehemaligen Bahnstation an ist die stillgelegte Bahnstrecke Palermo-Corleone in einen nichtasphaltierten Fahrradweg umgebaut , auf dem man den alten Bahnhof von
    Ficuzza erreicht und von hier die Talsohle des Flusses Frattina bei der Ortschaft Ponte Arancio. Die Straße in Richtung Corleone und Campofiorito führt sodann durchs Batticanotal bis nach Roccamena mit Blick auf Rocca di Maranfusa, über dem die Reste der alten gleichnamigen Burg ragen. Bei der Brücke Ponte Pernice in dem unterhalb von Camporeale gelegenen Tal nimmt der Weg bis zum Poma-See und dem Fluss Jato nordwestliche Richtung ein. An der westlichen Talflanke geht weiter bis Portella della Paglia, wo sich erneut das Oretotal öffnet, von dem man bei Altofonte auf der ehemaligen Bahnstrecke Palermo-Camporeale zurück nach Monreale gelangt, indem man den Fluss Oreto in der Ortschaft Fiumelato überquert.

     

     


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