Balzo rosso

Dieser Reitweg führt durch den westlichen Teil des Kalkgebirges der Monti di Palermo, innerhalb des SIC “Monte Grifone” (Sito di importanza comunitaria, d.h. Bezirk mit besonderer Bedeutung für die Region). Das Gebiet besteht aus eine Bergkette mit Höhen von 700 bis 800 m ü.d.M., die die Conca d’Oro (Goldendes Becken) im Süden begrenzen und deren größte Erhebung der Monte Grifone (882 m) ist. Die Landschaft hat das typisch karge Aussehen der hiesigen Karbonatfelsen und ist von Buschland geprägt. Die Vegetation ist stark von intensiver Nutzung und zahlreichen Waldbränden gekennzeichnet. Man trifft auf sporadische Anpflanzungen von Nadelhölzern,
während man die natürliche Flora der Gegend bestehend aus Oliven und Steineichen eher in den Felsregionen antrifft, die generell weniger durch Feuersbrünste beeinträchtigt werden.

Die Exkursion beginnt am Reitzentrum Oasi del Cavallo in Villaciambra, führt über die Via Ciraulo, Nebenstraßen und die Via Altofonte zur Via Piana degli
Albanesi, der man in Richtung Altofonte etwa 600 Meter lang folgt. Hier endet der Autoverkehr an der Forststraße, für die eine Zugangserlaubnis im Reitzentrum
erhältlich ist.
Die Schotterstraße führt am Hang zunächst durch ein Kiefernwäldchen bergan. Nach zwei Kehren geht es ebenerdig am halben Berg durch Buschland weiter, während die Aussicht immer freier über die Conca d’oro schweift. Die Straße trifft auf einen weiteren Schotterweg, der auf halber Höhe weiter graduell ansteigt. Rechterhand läßt man den Pizzo Orecchiuta hinter sich und durchquert wieder einige Wäldflächen, die sich zum Rasten anbieten, bis hin zur Salvatore- Pforte, einem Bergsattel, der sich auf dem Kamm des Hauptmassivs befindet. Hier eröffnet sich eine eindrucksvolle Landschaft aus Höhentälern und Kalkfelsen. Hinter einem kleinen Bergsee in der Nähe
des Sattels verläuft der Weg nun bergab durch das Balzo Rosso-Tal, das seinen Namen von dem Gipfel hat, auf den man durch eine neue Talsenke zusteuert. Die
Natur ist hier von außergewöhnlicher Schönheit. Der Reiter erreicht den Berggrat unterhalb des Gipfels des Balzo Rosso und genießt eine neuerliche Aussicht auf
Goldene Becken und die Ebene von Palermo mit Blick auf die Berge Monte Cuccio, Capo Gallo und Monte Pellegrino.
Zurück geht es über eine zum Teil abweichende Strecke durch das Valle del Fico, wo ein Weg am Hang durch Kiefernwäldchen zurück zum Ausgangspunkt führt.

Monte Cuccio

Die Strecke führt uns vom Stadtrand Palermos bis zum Gipfel des beeindruckenden Kalkmassivs Monte Cuccio, der die Stadt aus einer Höhe von 1050 m ü.d.M. dominiert und zum SIC “Raffo Rosso, Monte Cuccio und Vallone Sagana” gehört (Sito di importanza comunitaria, d.h. Bezirk mit besonderer Bedeutung für die Region). Der in früherer Zeit wegen seiner typischen Form “Acuto” (Spitz) genannte Berg setzt sich zum großen Teil aus einem weißem, mehlige dolomitischen Kalkstein zusammen, der im Trias entstand. Das Bergmassiv ist mit Buschsteppe aus Ampelodesmos mauritanicus bedeckt und weist in den ebeneren Tälern Weideflächen auf, die von Flussablagerungen und Geröllhalden unterbrochen sind.

Der Monte Cuccio bietet großartige Panoramablicke sowohl von seinem Gipfel als von weiteren Ausblickspunkten längs des Weges.
Die Route beginnt beim Reitzentrum EOS in der Ortschaft Boccadifalco und führt in Richtung Baida, einem Gemeindeteil, der auf eine antikes Sarazenengut zurückgeht, auf dem später das Benediktinerkloster errichte wurde, dessen Kreuzgang zum heutigen Kloster und Konvent San Giovanni Battista gehört. Man folgt der Straße nach San Martino alle Scale und biegt an der dritten Kehre rechts auf einen Waldweg mit Schotterbelagein. Informationen zum Einlass in das Waldgebiet erhält man
im Reitzentrum. Nach ca. 400 Metern verlässt man die Straße bei einer alten, stillgelegten Mühle und nimmt den Weg, der am Nordwesthang bergauf führt. Es geht durch einige lichte Wäldchen, in denen die Auswirkungen der letzte Brände an manchen Stellen den Weg blockieren können, und gelangt zu der ganzjährigen Wasserstelle Abbeveratoio Montagna. Von hier dehnt sich westwärts ein Tal aus, das man bis zur Ortschaft Piano Montagna durchquert, wo sich zwischen neu gepflanzten Pinien ein
forstwirtschaftlich betriebenes Gebäude und ein Rastplatz befinden. Neben einem Feuerlöschteich findet man eine Tränke, die jedoch nur im Winter Wasser führt. Über einen Schotterweg erreicht man von hier den Gipfel Monte Cuccio, der den Blick über das gesamte Stadtgebiet von Palermo und das Goldene Becken freigibt.
Der Weg führt weiter durch kleinere Höhentäler im Kalkmassiv und erlaubt Blicke nach Westen in Richtung Isola delle Femmine, Sferracavallo und Flughafen. Bei der Bergscharte von Sant’Anna stößt man auf die Reste eines militärischen Observierungspunktes über dem Hafen von Palermo, reitet von hier links in Richtung San Martino alle Scale abwärts und verläßt den Hauptweg bei der zweiten Kehre, um nun dem gerade verlaufenden Weg auf halber Höhe zu folgen. Nach dem Vallone d’Inverno kommt der Reiter an einen kleinen Bergsattel zwischen Monte Cuccio und Monte Cuccitello und bewegt sich dann über enge Kehren bergabwärts bis zu der verlassenen Mühle, wo der Weg sich wieder mit dem ersten Abschnitt vereint und zum Reitzentrum zurückführt.

Gorgo del Drago e Rocca Busambra

Der Weg führt durch das Naturschutzgebiet Bosco della Ficuzza, Rocca Busambra, Bosco del Cappelliere und Gorgo del Drago, das von ausgedehnten, immergrüne mediterrane
Wälder geprägt ist und vom Kalkfelsenmassiv der Rocca Busambra überragt wird, dessen Steilwände von vielen Punkten der Insel Sizilien aus zu sehen sind.
Ausgangspunkt ist das Reitzentrum im Agriturismo Gorgo del Drago nahe dem Dorf Godrano.

Von hier führt ein Weg zum kleinen See mit dem Namen Gorgo del Drago oder
Gorgo Tondo, und dann weiter zum Gorgo Lungo. Es handelt sich um Teiche, die sich auf dem lehmigen Untergrund gebildet haben und von beträchtlicher Bedeutung
für das ökologische Gleichgewicht der Gegend sind, da sie das Wasser auch in der trockenen Jahreszeit zurückhalten. Der Gorgo del Drago wurde vom Hof der Bourbonen zum Fischen genutzt, deswegen stoßen wir in der Nähe auf die Gebäudereste der Königlichen Fischzucht“. Weiter geht es auf der stillgelegten Bahntrasse, die am Rastplatz Sugheri vorbeiführt und über einen kurzen Umweg auf die „Königskanzel“ (Pulpito del Re) stößt: in einem eindrucksvollen Panorama fällt der Blick auf eine in
den Fels geschlagene Treppe, deren Autorenschaft meistens dem Bourbonenkönig Ferdinando IV. zugesprochen wird, der hier zur Jagd ging. Andere Interpretationen
besagen, dass es sich um die historisierende Ausführung eines Opferaltars handelt. Der Weg führt nun bis Ficuzza, wo man rasten und das königliche Jagdschlößchen, die
Bauernsiedlung und das Haus der Lipu besichtigen kann, in dem eine Sammel- und Pflegestation für verwundete Tiere untergebracht ist. Man verläßt Ficuzza in der Nähe einer Tränke auf einem Waldweg, der sich mit dem Karrenweg in Richtung Alpe Ramusa vereint. Unterhalb der Steilwand der Rocca Busambra erreichen wir über einen Umweg die Grotta del Romito, eine große Naturhöhle in der Felswand, in der lange Zeit ein Eremit lebte und von der man einen weiten Blick genießt.
Von hier gelangt der Reiter zum Pizzo Nero-Wald – in dem in jüngerer Vergangenheit eine Neuansiedlung von Rotwild und Wildschweinen vorgenommen wurde – und danach zur
Schutzhütte des Alpe Cucco, in der gerastet und gegessen werden kann. Weiter geht es in das immergrüne Tal Valle del Fanuso. Nachdem eine Jahrhunderteiche passiert ist, kommt über eine Umleitung nach Capreria, einem alten Forsthaus mit Wasserstelle und Rastplatz. Von hier führt die Strecke durch Valle Felce und Valle Agnese, bis bei der Tränke Abbeveratoio Biviere ein Weg zur ehemaligen Bahnstrecke zurückführt, der man wiederum bis zu dem Verbindungsweg folgt, der zum Ausganspunkt zurückleitet.

Serre di Ciminna

Die Route schlängelt sich durch das Naturschutzgebiet Serre di Ciminna, ein Massiv mit Bergkämmen, die eine durchschnittliche Höhe von 750 m erreichen, das sich südlich der Ortschaft Ciminna befindet.

Die majestätische Bergwände aus Gipsspat, die wir auf dieser Wanderung bewundern können, sind vor ca. sechs Millionen Jahren während der allmählichen
Austrocknung des Mittelmeers und den daraus folgenden Salzablagerungen des Meerwassers entstanden. Die vorhandene Vegetation besteht vornehmlich aus einer niedrigen Garigue mit Wolfsmilch (Euphorbium) und Süßgras (Ampelodesmos), in der sich vereinzelte Eichen versamen, die einst den Hauptbestand dieser Berghöhen darstellten.
Ein besonderes Interesse gilt den Pflanzen, die sich am Gipsspat ansiedeln: vor allem Sedum, aber auch zahllose spontane Frühlingsorchideen. Das Gebiet ist
heute das unangefochtene Reich der Stachelschweine und vieler Arten von Raubvögeln, die an den Bergwänden nisten.
Der erste Abschnitt der Route verläuft auf einem bequemen Maultierweg, der rasch zwischen Olivenhainen und Weizenfeldern bis zur Pforte des Santa Caterina-Berges ansteigt. Von hier geht es ebenerdiger weiter, bis man auf einen schmalen Tierpfad zur Rechten trifft, der sich in rascher Steigung bis zum höchsten Punkte der Serre (777 m) hochwindet und hier auf dem Grat ca. zwei Kilometer durch spontane Vegetation führt. Dieses Stück ist das schwierigste aber auch eindrucksvollste der Wanderung
und hält atemberaubende Blicke bereit: unter uns breiten sich wie in einer Wellenbewegung die steilen Abhänge der Serre aus, während das vor uns liegenden Panorama alle Berghöhen von der Rocca di Busambra, Monte Cammarata, Monte Cane, Monte San Calogero bis zu den Madonie einschließt.
Nach dem Engpass Stretta di Càrcaci – einstiger Gipfelweg – verläuft der Weg in östlicher Richtung durch Süßgras-Garigue am beeindruckenden Eingang der Grotta del Teschio (Schädelgrotte) sowie Felsschlünden und -trichtern vorbei bis zu einem Karrenweg vereint, der nach einigen Hebungen und Senkungen zum vorherigen Maulktierweg und auf diesem zum Ausgangspunkt zurückführt. Die Route ist von mittlerem Schwierigkeitsgrad. Der erste Anstieg von ca. 1,5 km, sowie auch die lange
Gratwanderung über bewachsene Tierpfade, kann für ungeübte Wanderer anspruchsvoll werden.

Monte Carcaci

Die Wanderwege dieser Route schlängeln sich durch das kaum bekannte Naturschutzgebiet des Monte Càrcaci, das heute zum Naturpark Parco dei Sicani
gehört. Der Càrcaci-Berg (1196 m) bildet die höchste Erhebung dieses Massivs aus Kalkfelsen, das zwischen dem Trias und dem Miozän entstanden ist und unterschiedliche Kalk- und Mergelschichten aufweist, die von Lehmablagerungen unterbrochen werden, die wiederum im Lauf der geologischen und klimatischen Entwicklung des Mittelmeerraums dazukamen.

Die physische Natur dieser Landschaft bedingt selbstverständlich auch die hiesige Beschaffenheit der Flora, die eine Reihe von Besonderheiten aufweist: Feuchtgebiete wechseln ab mit Wäldern, natürlichem Gehölz, felsigen Gebieten, Gras- oder Buschland.
Die Route beginnt an dem hübschen kleinen, nicht ganzjährig gespeisten See von Marcato delle Lavanche, wenige Meter vom Forsthaus bei Case Colobria entfernt.
Ein schmaler, zunächst ebener und nach nach ansteigender Weg führt am Nordhang des Bergs durch einen herrlichen Eichen- und Ahornwald, in dem auch Pinien vorkommen und der das Ergebnis einer kürzlich durchgeführten Aufforstung ist. Nach wenigen Kilometern erreicht man eine Lichtung, auf der vor einem der historischen Pferche (Marcato) eine typische Hütte aus Holz und Stroh rekonstruiert wurde. Die aus Stein aufgeschichteten “Marcati” dienten früher den Hirten dazu, ihre Schafherden
zusammenzutreiben. Von hier führt der Weg weiter durch Eichenwald bis zu einer Forststraße, die uns nach links abzweigend zum Berggipfel führt , von wo der
Blick frei in alle Richtungen über das Gebirge der Monti Sicani schweift. Zweigt man rechts ab, verläuft die Forststraße ebenerdig durch einen wunderbaren Pinienwald weiter und gelangt zum Pagliaio Grande und einigen wiederhergestellten Kohlegruben. Von hier trifft man in westlicher Richtung auf den mit ”Sentiero Ledera” gekennzeichneten, zauberhaften Wanderweg, der durch einen Steineichenwald in sanftem Auf und Ab bis zu einer kleinen Forsthütte führt. Von hier geht es bis zu einem Forstweg abwärts, die nach einigen Kilometern in leichter Steigung zum Ausgangspunkt zurückführt.
Dieser Ringwanderweg ist im großen und ganzen einfach zu bewältigen. Im Herbst und Winter weist er vor allem bei Regen einen erhöhten Schwierigkeitsgrad
auf dem Sentiero Ledera auf, der an einigen steilen Stellen rutschig sein kann.

Creste del Mirabella

Die Route verläuft fast ausschließlich im SIC (Bezirk mit besonderer Bedeutung für die Region) “Monte Matassaro, Monte Gradara und Monte Signora”. Sie beginnt bei Portella della Paglia und führt zu den Wanderwegen des Mirabella hinauf, einem Bergmassiv, das die Flussbecken des Jato und des Oreto voneinander trennt. Es
handelt sich um ein unwirtliches und zerklüftetes System von Bergkämmen, das von Pässen, Tälern, Grotten und Felsvorsprüngen unterbrochen wird und von einem
weitläufigen Wegenetz durchzogen ist. Heute hat die Gegend weitgehend ihre ursprüngliche Bewaldung eingebüßt, Einst waren die weniger steilen Hänge mit einem
dichten Mantel aus Eichen bedeckt. Die ehemaligen Wälder wurden in späteren, umfangreichen Aufforstungen teilweise durch Pinien ersetzt. Daneben existiert eine
mediterrane Strauch-Garigue aus Heide und Mastixbaum, die im Frühling vom Gelb der Wolfsmilch und seltenen Pflanzen wie dem endemischen Helleboris bocconei und
zahlreichen spontanen Orchideenarten gesprenkelt ist. Dank ihrer strategischen Lage ist die Gegend sehr geschichtsträchtig: bis in 12.

Jahrhundert befand sich hier ein kleiner, unabhängiger arabischer Staat. In der Festung auf dem Gipfel des Pizzo Mirabella verbarrikadierte sich von 1222 und 1224 der arabische Heerführer Amir Ibn Abbad (der Name “Mirabettus”, der sich in den lateinischen Chroniken findet, wurde in der Volkssprache zu “Mirabetto”, wovon sich „Pizzo Mirabella“ herleitet) und widerstand lange der Belagerung, die Friedrich II. von Schwaben angeordnet hatte und die schließlich die Anwesenheit der Araber auf Sizilien beendete.
Die Wanderung beginnt in einem Staatsforst entlang eines Waldwegs, der durch einen stillgelegten Kies-Steinbruch führt und sich dann durch den Pinienwald schlängelt.
Danach geht es auf einem Wanderweg den Westhang Anhöhe. Von hier kann man über eine bequeme Straße, die an einer wasserreichen Tränke vorbeiführt, zum Startpunkt
zurückkehren oder aber einen eindrucksvollen Umweg machen, der bis zum Gipfelfelsen des Pizzo Mirabella führt.
Die Route erlaubt einen weiten Blick über Sizilien: von den Madonie im Osten über die Monti Sicani zum Canale di Sicilia und Caltabellotta, sowie über das ganze Jato-Tal, was die strategische Bedeutung des Ortes unterstreicht. Die Route ist leicht bis mittelschwer , verläuft fast immer auf gut gekennzeichneten Wanderwegen und begehbaren Straßen und weist einige steile Anstiege auf. Bei Regen können einige Abschnitte rutschig sein oder keinen festen Untergrund haben.
Der Umweg über die Basis der Bergspitze wird erfahrenen Wanderern empfohlen, da er einen erheblichen Höhenunterschied aufweist und der Weg an vielen Stellen nicht gut zu erkennen, von Büschen verdeckt und steil ist.

Monte Cane

Die Route schlängelt sich über die Wege des bisher kaum bekannten Naturschutzgebietes “Monte Cane, Pizzo Trigna und Grotta Mazzamuto”, das sowohl aus landschaftlicher als auch aus historisch-archäologischer Perspektive interessant ist.

Der Weg beginnt direkt in der Ortschaft Ventimiglia di Sicilia und führt in nördlicher Richtung auf einer Landwirtschaftsstraße durch Äcker und Olivenhaine,
die später auf den Südhang des Pizzo di Cascio treffen. Hier verläuft ein schlangenförmiger Weg durch ausgedehnte Felder mit weidendem Vieh und steigt dann steil zum Bergkamm an, vorbei an großen Felsformationen (dem sogenannten Karren), die durch die jahrtausendealte Oberflächenerosion der Wasserläufe entstanden ist. Nachdem man den Pizzo di Cascio (1139 m) erreicht hat, wird es ebener; man wandert durch weitläufige Felder und Weideflächen mit Teichen über eine bequemen kleinen Straße, an
der die uralte Präsenz des Menschen ihre Zeugnisse hinterlassen hat, wie zum Beispiel in Form der historischen Eiskeller, die von einem ausgestorbenen Beruf erzählen, oder der alten, aufgegebenen “Marcati”, in Trockenbauweise gemauerten Einfriedungen, in denen das Vieh zusammengetrieben wurde. Man erreicht das Favarotta-Tal, durch das heutzutage verwilderte Pferde galoppieren, und steigt eine kurzes Stück bis zum Pizzo Nudo (1174 m) hinauf. Hier oben, wo Raubvögel in den Felsen nisten
und aus der Nähe zu beobachten sind, findet man Reste einer Vegetation, die früher typisch für diese Tälern war: Stechpalmen mit ihren feuerroten Beeren, letzte Streifen von Steineichenwäldern.

Ein Sträßchen führt zum Wachturm der Feuerschutzeinheit, die die Wälder des Pizzo dell’Inferno (1225 m) kontrolliert. Der Berg dann bildet eine überwältigendeAussichtsterrasse, von der man aus Vogelperspektive von den Madonie bis zum Bergmassiv San Calogero schauen kann, vom Monte Cammarata
inmitten des Gebirges der Monti Sicani bis zur Rocca Busambra oberhalb von Ficuzza, vom Felsvorsprung des Monte Catalfano über Bagheria bis zum Anfitheater
der Berge um Palermo. Insgesamt ist die Route mittelschwer sowohl bezüglich ihrer Länge als auch was den ersten Anstieg zum Pizzo di Cascio angeht, der stellenweise steil und vor allem bei Regen anspruchsvoll ist. Im Sommer sollte man den Wanderweg eher meiden, da er bei großer Hitze nicht genügend Schatten bietet.

Monte Catalfano

Der Wanderweg schlängelt sich unter zwei der drei größeren Erhebungen hindurch, die den Monte Catalfano-Park und das gleichnamige Bergmassiv ausmachen, das die Ebene von Bagheria überragt. Auf einer Seite reicht der
Blick bis ins Tal von Palermo, angefangen beim Gipfel des Monte Pellegrino bis hin zum Capo Mongerbino. Auf der
anderen blicken wir zu den Bergen von Termini Imerese, Le Madonie im Hintergrund und auf den langen Küstenstreifen zwischen Capo Plaia und Capo Zafferano. Aufgrund seiner strategisch wichtigen Position wurde dieser Kalkfelsen zunächst von Phöniziern und später von den Römern besetzt. Die Reste dieser Stadtgründung bilden heute die bedeutende Ausgrabungsstätte von Solunto, die sich am Osthang des Bergs befindet.

Die Gegend ist auch reich an Naturschätzen, wie zum Beispiel den“Zubbi” genannten vertikalen Karsthöhlen, oder den Grotten ozeanischen Ursprungs. Der Wanderer trifft zudem auf endemische, geschützten Pflanzen und Nistplätze von Wanderfalken und anderen seltenen Raubvögeln. Unter botanischem Aspekt stellt auch das Vorkommen der Kermeseiche einen unschätzbaren Wert da. Dieser Baum kennzeichnete früher alle Küsten Siziliens und ist heute äußerst selten. Die Route setzt bei Portella Vignazza in der Nähe eines Rastund Kinderspielplatzes ein und führt auf einer bequemen kleinen Straße zum Monte Catalfano (374 m). Nach wenigen Kilometern wird die Straße zu einem guten gekennzeichneten Waldweg, der am trigonometrischen Punkt des Gipfels endet. Von hier genießt man ein atemberaubendes Panorama auf den unterhalb liegenden Felsen Capo Zafferana, der von den Ortsansässigen wegen seiner Form “Hut des Napoleon“ genannt wird.

Hier kehrt man um und stößt nach einer kurzen Strecke auf einen Weg, der in die Nähe des Startpunktes zurückführt, von hier aber erst einmal weiter zum Cozzo San Pietro (345 m). Zunächst geht es durch schattigen Pinienwald und an einer Schatzhütte der Forstwacht mit Trinkwasserstelle vorbei. Dann umrundet man den Berg auf der Westseite und erreicht erneut den Gipfel. Schließlich führt ein bequemer Karrenweg mit erdigem
Untergrund zum Ausgangspunkt zurück. Der Weg verläuft wie eine “8”, d.h. in zwei sich kreuzenden Kreisen: einer der Rundwege führt zur Spitze des Monte Catalfano, der andere zum Cozzo San Pietro; anstatt der gesamten Route kann auch einer der beiden Wege gewählt werden. Die Wanderung weist bis auf einige anspruchsvolle, aber zu
bewältigende Anstiege keine besonderen Schwierigkeiten auf und verläuft größtenteils auf gut gekennzeichneten und
begehbaren Wegen und bequemen kleinen Straßen.

Pizzo Manolfo

Der Wanderweg liegt in dem vom Umweltministerium als SIC (Sito di importanza comunitaria) bezeichneten Bezirk „Raffo Rosso, Monte Cuccio und Vallone Sagana“, d.h. mit besonderer Bedeutung für die Region. Der Weg führt durch ein Bergmassiv, das das Goldene Becken (Conca d’Oro) nach Westenw abschließt. Es handelt sich um eine kurze und sanfte Formation aus Erhebungen zwischen 405 m (Cozzo di Paola) und 888 m (Monte Castellaccio), von denen der Pizzo Manolfo (oder Minolfo, wie es auf einigen
Karten zu finden ist) und der Pizzo Mollica die nördlichen Ausläufer bilden.

Start unserer Route ist etwas außerhalb von Palermo. Wir finden ihn über einen Karrenweg, der von der Provinzstraße 1 abbiegt, die Palermo und Montelepre verbindet. Mit dem Auto folgt man dem Sträßchen, das nach ca. 3,5 km zum Eingang des großen Waldgebiets Raffo Rosso-Manolfo führt, in dem umfangreiche Bestände an Nadelhölzern und weiteren allochthonen Bäumen angepflanzt wurden und sich mit typisch mediterraner Vegetation und Felsen mischen. Eine aus landschaftlicher Sicht reiche
Gegend, in der man problemlos Raubvögel, Kaninchen, Hasen und das seltene sizilianische Steinhuhn beobachten kann. Nachdem man das Auto vor der Eingrenzung abgestellt hat, folgt man einer kleinen Straße, die an einem Rastplatz vorbei und dann – erst in einer leichten Steigung und später auf einer langen, fast ebenen Strecke – in einen dichten Pinienwald führt. Nach ca. 3,5 km ist der Gipfel des Pizzo Manolfo erreicht. Von hier öffnet sich ein einzigartiger Blick über den Golf von Carini und die Hänge der Montagna Longa sowie, im Osten, auf die Stadt Palermo und die sie einschließenden Berge. Wir gehen ein paar Schritte zurück, bis wir links in einen Weg einbiegen, auf dessen auf Kehren man den Osthang des Gebirges erklimmt; der Weg führt in leichter Steigung umd den Cozzo San Rocco herum und endet wieder am Ausgangspunkt. Die Route weist keine besonderen Schwierigkeiten auf und verläuft größtenteils auf bequemen kleinen Straßen, auch wenn die Entfernung nicht unterschätzt
werden sollte. Sie empfiehlt deshalb vor allem erfahrenen Wanderer, die weitere Entfernungen gewöhnt sind.

 

Campofiorito e la vallata del Torrente Batticano

Die ca. 15 km lange Strecke verläuft größtenteils durch die Gemeinden Campofiorito und Corleone, enthält beachtliche Höhenunterschiede und erfordert körperlichen Einsatz. Unter landschaftlichem Aspekt ist sie wegen ihres weiten Panoramas nach Osten interessant, das bis zur Montagna Grande, dem Südhang der Rocca Busambra und den Häusern von Corleone reicht. Im ausgedehnten Tal des Flusses Batticano erkennt man nahe dem Dorf Campofiorito die alte Wassermühle und eine ehemalige Eisenbahnbrücke. In unmittelbar Nähe befindet sich außer der archäologisch bedeutsamen alten Burg auch die Lokalität Conte Ranieri, die man mit der römische Siedlung Thuryrium
identifiziert hat.

 

Der Rundweg beginnt und endet im Zentrum von Campofiorito, einer kleinen Gemeinde mit ca. 1300 Einwohnern auf über 650 m. Die Strecke mit einem durchschnittlichen Gefälle von ca. 6% verläuft auf teilweise losen Asphaltstraßen mit geringen Verkehrsaufkommen sowie auf der ehemaligen Bahntrasse mit Schotterbelag.
Die Route durchquert Ackerflächen, auf denen vor allem Getreide und Futterpflanzen angebaut werden und die je nach Jahreszeit ihre Farben wechseln; Gaststätten und andere Dienstleister sind so gut wie nicht präsent; Unter den wenigen Wohnhäusern befinden sich die Gehöfte Case Grandi Giammaria im äußersten Nordwesten sowie
die Masseria Cammarata bei Conte Ranieri in der Nähe des Dorfes, unterhalb des Monte Castellaccio. Von Campofiorito fährt man zunächst den steil abfallenden Landwirtschaftsweg östlich von Fosso Castellaccio entlang, bis man bei Batticano und der gleichnamigen Brücke auf den alten Schienenweg trifft. Von hier geht es mehr als 4 km lang in nördlicher Richtung auf der eben verlaufenden ehemaligen Bahnstrecke weiter, die sich in ca. 500 Höhe an den Osthang des Tals schmiegt und von hier einen weiten Blick freigibt. Sobald man den Ortsteil Ridocco und die gleichlautende Bahnstation hinter sich läßt, gelangt man in den Ortsteil Madonna delle Vigne in der Nähe des ehemaligen Bahnhofs von Censiti. Von hier gelangt man zu der kaum befahrenen Strada Provinciale SP 59 und folgt dieser ca. 3 km talwärts bis zur Gabelung Batticano, biegt links in die SP 110 ein und kehrt bei konstanter Steigung nach Campofiorito auf 650 m ü.d.M.zurück.

 

Da Campofiorito si scende prima in un tratto di trazzera ad Est del Fosso Castellaccio, con pendenza importante fino al raggiungimento della quota dell’ex tracciato ferroviario in prossimità del torrente Batticano e dell’omonimo viadotto. Da qui si percorre per oltre 4 km verso Nord, il tracciato pianeggiante della vecchia ferrovia circostante che scorre a circa 500 metri di altezza lungo il fianco orientale della valle abbracciandone la visuale. Superata la contrada Ridocco, con l’omonima fermata ferroviaria, si giunge in contrada Madonna delle Vigne, in prossimità dell’ex fermata di Censiti, e ci si immette nella Strada Provinciale 59 a basso traffico in leggera discesa per circa 3 km fino al Bivio Batticano, dal quale si procede verso sinistra lungo la SP 110 che risale con pendio costante fino a Campofiorito, a quota di 650 metri slm.

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